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Presseinformation 15. Januar 2026
Internationales Festival junger Opernsänger*innen unter neuer künstlerischer Leitung: Grétrys „Blaubart“ und Paisiellos „Barbier von Sevilla“ zu den 300. Geburtstagen von Prinz Heinrich und Prinzessin Wilhelmine
Vom 30. Juni bis 6. September 2026 wird Rheinsberg zum Kunstlabor für die Opernstars von morgen: Mit dem Sommerprogramm ihres 35. Internationalen Festivals junger Opernsänger*innen bietet die Kammeroper Schloss Rheinsberg ein dichtes Festspielprogramm mit insgesamt 28 Aufführungen – von Musiktheater im Schlosshof über Open-Air-Abende im Heckentheater bis zu Konzerten im Spiegelsaal und Schlosstheater. Als Musiktheaterproduktion stehen auf dem Spielplan: André Grétrys „Blaubart“, Giovanni Paisiellos „Der Barbier von Sevilla“ und „Dollhouse“ von Clemens K. Thomas.
Erstmals steht der Festivalsommer vollständig im Zeichen der neuen künstlerischen Phase des belgischen Musikwissenschaftlers und Dichters Dr. Jelle Dierickx. Das Motto „Auf Entdeckungsreise mit Heinrich und Wilhelmine“ rückt den historischen Schlosspark als künstlerischen Resonanzraum mit eigens entwickelten Entdeckungsformaten in den Mittelpunkt. Neben dem Brandenburgischen Staatsorchester und der Kammerakademie Potsdam gastiert die Akademie für Alte Musik Berlin in der Stadt am Grienericksee.
Das Jahresmotiv verbindet die Spielzeit mit den 300. Geburtstagen des preußischen Prinzen Heinrich und Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel: Gesucht werden sowohl die historischen Persönlichkeiten des Bruders Friedrichs des Großen und seiner Ehefrau als auch ihre Spiegelungen in der Gegenwart. Heinrich wird dabei insbesondere durch Wilhelmines Augen neu entdeckt. Das Programm spannt so einen Bogen von preußischer Hof- und französischer Aufklärungskultur zu europäischen Perspektiven von heute.
OPER EINER ZEITENWENDE: GRÉTRYS „BLAUBART“
Herzstück des Festivalsommers ist ein spannendes Werk aus dem revolutionären Frankreich: André-Ernest-Modeste Grétrys Opéra-comique „Blaubart“ (Raoul Barbe-bleue, UA 1789, Paris, St. Petersburg) wird als Open-Air-Produktion im Rheinsberger Schlosshof und mit der Akademie für Alte Musik Berlin gegeben. Grétrys Komödie ist mit seiner dramatischen Wucht und gesanglichen Eleganz eine frische Lesart zu den vergleichsweise viel gespielten Blaubart-Vertonungen Bartóks und Offenbachs. Es inszeniert Maja Jantar: Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin und Performerin ist sie auch Keramik- und Multimedia-Künstlerin, was eine besondere Verbindung zu Rheinsberg schafft. Seit Prinz Heinrich die Gründung einer Fayence-Manufaktur ermöglichte, gilt die Stadt als traditionsreicher Keramikort mit über 250 Jahren Geschichte. Die musikalische Leitung obliegt Bernhard Forck (Aufführungen vom 7. bis 16. August).
Im berüchtigten Revolutionsjahr 1789 wohnte Prinz Heinrich der Pariser Uraufführung bei. Frankreich sollte wenige Monate später in eine neue Epoche stürzen – in Rheinsberg wiederum waren die Erschütterungen der Revolution spürbar, als französische Emigranten Zuflucht fanden. So wird Grétrys Blaubart in Rheinsberg zur Oper einer Zeitenwende – und zum Schlüsselwerk des Saisonmotivs „Auf Entdeckungsreise mit Heinrich und Wilhelmine“.
Preisträger*innen des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg erwecken die Figuren dieser doppelbödigen Parodie zum Leben. Das Libretto von Michel-Jean Sedaine verschmilzt Charles Perraults gleichnamiges Märchen mit der Legende von La Dame de Fayel – und lässt das Werk trotz düsterer Kulisse als Komödie funkeln. Unter der Oberfläche ist der Stoff jedoch scharf gezeichnet: Blaubart ist ein grausamer Mensch und bezahlt Misstrauen und Machtmissbrauch am Ende mit dem Leben – eine Wendung, die bereits im Kontext von 1789 kaum missverstanden werden konnte. In Rheinsberg wird Neugier zur Tugend – und Blaubarts berüchtigter Schlüsselbund zum Symbol: Welche Türen dürfen geöffnet werden? Welche besser nicht?
DER ECHTE „BARBIER“: PAISIELLOS FIGARO-ORIGINAL IM SCHLOSSTHEATER
Die zweite große Aufführungs-Serie des Festivalsommers ist „Der Barbier von Sevilla“ – das Original von Giovanni Paisiello (Il barbiere di Siviglia, UA 1782) im Schlosstheater mit der Kammerakademie Potsdam. Die Besetzung speist sich ebenfalls aus Preisträger*innen des hauseigenen Gesangswettbewerbs; unter der musikalischen Leitung von Werner Ehrhardt spielt die Kammerakademie Potsdam. Regie führt Georg Quander, der auch die Bühne entwirft. Für Kostüm zeichnet Julia Dietrich verantwortlich.
Der Komödienstoff bildet den ersten Teil der legendären Figaro-Trilogie des Dichters Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais, der mit Prinz Heinrich befreundet war – und sie wurde als Schauspiel in Rheinsberg bereits gespielt, bevor der Prinz seine erste Frankreichreise unternahm. Paisiello vertonte – während seiner Zeit als Kapellmeister am Petersburger Hof bei Katharina der Großen – das Libretto von Giuseppe Petrosellini. Es war nicht weniger als eine der kommerziell erfolgreichsten Opern jener Zeit: Paisiellos größter Bühnenerfolg blieb populär, selbst nachdem Rossini seine heute omnipräsente Version aus der Taufe hob. Das Werk trägt vorrevolutionäre Züge: Er legt Machtspiele und Freiheitsdrang offen – und stellt Fragen nach Autorität, Rollenbildern und gesellschaftlichen Netzwerken, die das Publikum auf seiner „Entdeckungsreise mit Heinrich und Wilhelmine“ leiten soll (Aufführungen vom 11. bis 25. Juli / Die Produktion feiert ihre Premiere bereits zu Ostern 2026).
SCHLOSSPARK ALS BÜHNE: ENTDECKUNGSFORMATE UND GENREVIELFALT
Das historische Schlossareal wird beim Festivalsommer 2026 unmittelbar erfahrbar: Beim multidisziplinären Wandelkonzert für die ganze Familie „Auf Entdeckungsreise im Park von Heinrich“ folgt das Publikum der La-Fontaine-Fabel „Die Kutsche und die Fliege“ zu unterschiedlichen Pop-up-Darbietungen im Schlossgarten (4. Juli). Am Folgetag lädt das große Parkfest „Schach mit Philidor: Das musikalische Damengambit“ anlässlich des 300. Geburtstags des Komponisten und Schachmeisters François-André Danican Philidor ein: Livemusik der Rheinsberger Hofkapelle 2026/27 begleitet ein Schach-Event im Orangerieparterre, wo ein Schachbrettmotiv in die Gartenanlage integriert ist. Mutige Besucher können dabei gegen Schachmeister Jonathan Carlstedt antreten (5. Juli).
Ein Höhepunkt im Heckentheater ist „Midsommar“, das schwedische Sommerfest: Zwischen Live-Acts und schwedischen Spezialitäten zieht nordische Mitsommer-Stimmung in die malerische Kulisse des Schlosspark ein. Das A-cappella-Ensemble Kongero und die belgische Folkband WÖR treffen auf das Jazzduo Irma Neumüller und Seth Sjöström – und schlagen zugleich augenzwinkernd den Bogen zur historischen Verbindung zwischen Rheinsberg und dem schwedischen Schloss Drottningholm (19. Juli).
Die Formate stehen exemplarisch für die neue künstlerische Handschrift: Sie öffnen den Festivalsommer bewusst für genreübergreifende Begegnungen – auch jenseits der Klassik.
Zudem stehen auf dem Spielplan: die Open-Air-Operngala unter dem Motto „Surprises für Heinrich“ mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und Dirigentin Catherine Larsen-Maguire, die Liederabende „Lieder für Heinrich und Wilhelmine“ sowie das Bundesjazzorchester und die Big Band „Big Brass“.
MUSIKTHEATER VON MORGEN: „DOLLHOUSE“ ALS FESTIVAL-FINALE
Den Abschluss des Festivals setzt die Bundesakademie für junges Musiktheater mit „Dollhouse – Eine cute Oper“ von Clemens K. Thomas – einem multimedialen Musiktheaterstück über Identitätssuche im Zeitalter sozialer Medien. Musikalisch treffen Opern- und Operetten-Referenzen auf Pop-Splitter und Live-Elektronik. Nach der Hamburger Uraufführung, deren Inszenierung für DER FAUST 2025 nominiert war, zeigt Rheinsberg nun eine eigenständige Realisierung (Aufführungen vom 5. bis 6. September).
KLINGENDE KERAMIK, DOKUMENTATION UND VORVERKAUF
Im Vorfeld und parallel zum Festivalsommer lädt außerdem eine Ausstellung zum Entdecken ein: Maja Jantar, Regisseurin von „Blaubart“, zeigt vom 9. Mai bis 12. Juli im Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum Rheinsberg eine Auswahl ihrer keramischen Arbeiten. Zur Eröffnung am 9. Mai um 18 Uhr lässt sie die Keramik in der Performance „Klingende Keramik“ buchstäblich erklingen.
Mit einer Filmproduktion ist die „Entdeckungsreise“ bereits im Dezember gestartet: Der rund 15-minütige Film ist ab dem offiziellen Vorverkaufsstart am 19. Januar 2026 auf dem YouTube-Kanal der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu sehen.
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Presseinformation 8. September 2025
Internationales Festival junger Opernsänger*innen lockt rund 8500 Besucher bei einer Durchschnittsauslastung von 84 %
Freude bei der Musikkultur Rheinsberg: Die Bilanz für den Festivalsommer 2025 ist überaus positiv. Rund 8500 Besucher erlebten 26 Veranstaltungen an den Spielstätten rund um das Rheinsberger Schloss: drei Musiktheater-Premieren mit insgesamt 17 Aufführungen sowie neun Konzerte – davon acht mit Preisträgern des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 84 % und damit deutlich höher als im Vorjahr; die Open-Air-Hauptproduktion „Die Fledermaus“ erreichte sogar 87 %. Es war – an der Besucherzahl gemessen – die erfolgreichste Produktion in der Ära von Georg Quander als Künstlerischem Leiter (2018 – 2025). Nach 7000 im Jahr 2023 und 7500 im Jahr 2024 liegt zudem die Gesamtbesucherzahl 2025 erneut spürbar höher.
Mit Johann Strauss’ Meisteroperette „Die Fledermaus“ setzte die Kammeroper im Jahr des weltweit gefeierten Strauss-200-Jubiläums einen glanzvollen Open-Air-Akzent im Schlosshof – unter Mitwirkung des Vokalsystems Berlin. Mozarts „Der königliche Hirte“ bot im Schlosstheater einen konzentriert-humorvollen Theaterabend mit der Kammerakademie Potsdam. Den Abschluss bildete der Doppelabend der Bundesakademie für Junges Musiktheater 2025 mit einer visionären Verschmelzung von Joseph Haydns „Il mondo della luna“ und Lorenzo Romanos „La Luna“, das nach der Hamburger Uraufführung 2022 in Rheinsberg seine Zweitaufführung erlebte – begleitet vom Ensemble Quillo, das jüngst mit dem OPUS KLASSIK 2025 in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet wurde.
Prof. Georg Quander, scheidender Künstlerischer Leiter der Musikkultur Rheinsberg: „Es freut mich sehr, dass die letzte Saison unter meiner künstlerischen Gesamtleitung so erfolgreich abgeschlossen hat. Die Spielzeit brachte einmal mehr die Bestätigung, dass unser Programmprofil mit einem anspruchsvollen Spielplan aus wenig bekannten Werken und populären Stücken, wie im Fall von Mozarts ‚Der königliche Hirte‘ einerseits und der ‚Fledermaus‘ andererseits, sein Publikum findet. Das bestätigt auch der Rückblick auf die zurückliegenden Jahre, in dem neben Repertoirestücken wie ‚Fidelio‘, ‚Die Entführung aus dem Serail‘ und ‚Hänsel und Gretel‘ gerade auch so randständige, aber wertvolle Werke wie Cimarosas ‚Gli Orazi e i Curiazi‘, Paisiellos ‚La Molinara‘ und die leider aus dem Repertoire zu Unrecht fast verschwundenen Spielopern wie Flotows ‚Martha‘ und Smetanas ‚Verkaufter Braut‘ die Zuschauer nach Rheinsberg zu locken vermochten – ein Erfolgsrezept auch für die Zukunft?“
Zwischen den Musiktheaterproduktionen sorgte ein breites Konzertprogramm für künstlerische Vielfalt: die traditionelle Operngala mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, Liederabende, Matineen und die Meisterklasse von Weltstar Vivica Genaux ergänzten den Spielplan. Ausgangspunkt – und Herzstück – ist seit über drei Jahrzehnten der Internationale Gesangswettbewerb: 354 Bewerbungen aus 46 Nationen bedeuteten die besten Zahlen seit Jahren (ca. +65 % zum Vorjahr). Nach einer Vorauswahl wurde rund ein Drittel der Bewerber zum Vorsingen eingeladen; insgesamt konnten 35 Nachwuchskünstler einen der begehrten Preisträger-Plätze in Produktionen und Konzertformaten ergattern. Die für ihre Nachwuchsförderung geschätzte Marke „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ hat ihre Relevanz im internationalen Klassiknetzwerk damit abermals unter Beweis gestellt.
Dirk H. Beenken, Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg:
„Unser Ziel von 60 % Auslastung haben wir deutlich übertroffen. Dabei hat sich unsere Strategie, den witterungsanfälligen Juli im Schlosstheater und den erfahrungsgemäß stabileren August Open-Air zu spielen, voll ausgezahlt: durchweg positive Kritiken, begeisterter Applaus und – auch dank der Mundpropaganda unseres treuen Publikums – stark steigende Zuschauerzahlen während des Festivalverlaufs. Mein besonderer Dank gilt Georg Quander für sieben Jahre prägende Arbeit, den Künstler*innen, den Orchestern und dem gesamten Team der Musikkultur Rheinsberg. Dank auch an unsere Förderer und Sponsoren: Trotz knapper Landesmittel ein so überzeugendes Festival auf die Beine zu stellen, ist eine Teamleistung. Auf dieser Basis gehen wir selbstbewusst ins kommende Jahr – mit dem 300. Geburtstag Prinz Heinrichs und unter der neuen künstlerischen Leitung von Jelle Dierickx.“
Die Programmhöhepunkte zur ersten Saison unter der Künstlerischen Leitung von Jelle Dierickx werden in kommender Zeit gesondert bekanntgegeben.
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Presseinformation 1. September 2025
Mit internationalem Profil und klarer Vision: Neues Kapitel für die Musikkultur Rheinsberg mit dem belgischen Musikwissenschaftler Jelle Dierickx
Der belgische Musikwissenschaftler und Festivalorganisator Dr. Jelle Dierickx hat zum 1. September 2025 offiziell sein Amt als neuer Künstlerischer Leiter der Musikkultur Rheinsberg (MKR) angetreten. Die Personalentscheidung war bereits im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. April 2025 von der brandenburgischen Kulturministerin Dr. Manja Schüle in der Landesvertretung Brandenburg in Berlin verkündet worden. Nun tritt der Belgier seine neue Aufgabe in Rheinsberg an – er folgt auf Prof. Georg Quander, der das Unternehmen seit 2018 maßgeblich geprägt hat.
Dr. Jelle Dierickx: „Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, das nächste Kapitel der Musikkultur Rheinsberg zu schreiben – an einem Ort, der gleichermaßen von Geschichte und Gegenwart lebt: dem Rheinsberg von Tucholsky, Fontane und Prinz Heinrich – aber auch dem heutigen Rheinsberg. Denn Menschen durch Musik zu verbinden und mit Kunst glücklich zu machen, ist meine größte Leidenschaft! Nach Stationen in verschiedenen Städten und Regionen Europas werde ich gemeinsam mit dem Team der Musikkultur Rheinsberg bestehende Potenziale entfalten und neue Räume für künstlerisches Schaffen eröffnen: Junge Opernsängerinnen und Opernsänger erhalten hier die Chance, ihre ersten Schritte in die professionelle Musikwelt zu wagen. Rheinsberg war schon immer ein Ort der Möglichkeiten – das steckt bereits in der Idee des Musenhofs, den Friedrich der Große und sein Bruder Heinrich mit Leben erfüllten. Diese Idee des Musenhofs möchte ich ins 21. Jahrhundert führen: als europäisches Zentrum für kreativen Ausdruck – mit der menschlichen Stimme im Mittelpunkt.“
Der 1977 im flämischen Kortrijk (Belgien) geborene Dierickx gestaltete bislang mehr als 40 Festivals in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Tschechien, darunter das Gent Flandern Festival und das Internationale Musikfestival Concentus Moraviae. In Potsdam, Rotterdam, Gent, Mechelen, in der Lausitz und in der Region um Brno entwickelte er zahlreiche neue Formate. Dazu gehören unter anderem die preisgekrönten Fahrradkonzerte bei den Musikfestspielen Potsdam, wo er von 2013 bis 2017 Programmchef war – oder die Pückler-Karawane, gefördert im Rahmen des Ideenwettbewerbs Kulturelle Heimat Lausitz. Seit 2017 ist er Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter des Flandern Festivals Mechelen/Kempen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.
Dirk H. Beenken, Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg gGmbH: „Mit Jelle Dierickx gewinnen wir einen erfahrenen Festivalmacher und künstlerischen Gestalter mit internationalem Profil für die Musikkultur Rheinsberg und das Kammeroper-Festival. Er ist ein Experte seines Fachs – mit klarer Vision, hohem gestalterischem Anspruch, menschlicher Präsenz und großer Offenheit. Gerade in einer Zeit, in der Kunst und Kultur vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen stehen, braucht es starke Impulse. Kunst kann verbinden und neue Perspektiven eröffnen: Genau hier sehen wir bei Jelle Dierickx großes Potenzial – für die Musikkultur Rheinsberg, für die Region und die internationale Musikwelt. Zugleich gilt unser herzlicher Dank Prof. Georg Quander, der zum 1. September den Staffelstab übergibt und dessen Handschrift die künstlerische Ausrichtung der letzten Jahre maßgeblich geprägt hat. Umso schöner, dass er uns auch künftig als Regisseur verbunden bleibt.“
Die 2014 gegründete Musikkultur Rheinsberg gGmbH vereint unter ihrem Dach die Bundes- und Landesmusikakademie Rheinsberg, die Kammeroper Schloss Rheinsberg als internationales Festival junger Opernsänger*innen sowie das Schlosstheater Rheinsberg. Hauptgesellschafter der MKR ist das Land Brandenburg, weitere Gesellschafter sind die Stadt Rheinsberg, der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V., der Landesmusikrat Brandenburg e.V. sowie der Freundeskreis Kammeroper Schloss Rheinsberg e.V. Die MKR sieht sich als Ansprechpartnerin des Festival-, Produktions-, Veranstaltungs- und Bildungsbetriebes für Profis und Amateure jeden Alters über die Grenzen Brandenburgs hinaus.